Benzodiazepine

Benzodiazepine sind Arzneimittelwirkstoffe, die als Entspannungs- und Beruhigungsmittel oder als Schlafmittel verabreicht werden und zu Missbrauch oder Abhängigkeit führen können. Sie befreien kurzfristig vor Angst-, Spannungs- oder Erregungszuständen und sind rezeptpflichtig. Die WHO hält fest: «Medikamentenmissbrauch liegt vor, wenn ein Medikament ohne medizinische Notwendigkeit oder in unnötigen Mengen konsumiert wird».

Es ist bekannt, dass einige Schülerinnen und Schüler in Liechtenstein (Stand: April 2019) Benzodiazepine (zB. Xanax) konsumieren, teils in Mischung mit anderen Arzneimitteln (zB. Hustensirup mit Codein) oder Suchtmitteln wie Alkohol, Cannabis, …

Unerwünschte Nebenwirkungen können sein (in alphabetischer Reiheinfolge): Benommenheit und Schwindelgefühl (Taumeln), Gedächtnisstörung, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschwäche, Niedergeschlagenheit, verminderte Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit, … Das abrupte Absetzen der Substanz birgt erhebliche Risiken. Bei einer Abhängigkeit können Rauschzustände erreicht werden, wie Euphorie, Ekstase, psychotische Erlebnisverarbeitung.

Der Konsum ist schwer erkennbar. Nicht jede Verhaltensänderung ist bedingt durch die Einnahme von Benzodiazepinen. Pubertäre Herausforderungen, schwierige Situationen im Familien- oder Freundeskreis sowie andere Suchtmittel (z.B. Cannabis, Alkohol), Verhaltenssüchte (z.B. Gamen) können auch auslösende Faktoren sein.

Wir ersuchen Eltern, Erziehende, Erwachsene und Jugendliche um

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  • Kontaktaufnahme bei begründetem Verdacht mit uns oder der Jugendschutzbeauftragten im Amt für Soziale Dienste

 

Weitere Informationen finden Sie in folgenden Unterlagen: